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Tribsees / Anklam / Pasewalk / Torgelow – Enkeltrickbetrug der verzweifelten Art: Ich nehme auch Pfandflaschen

Der Brüller des Tages …

Dein-Freund-und-Helfer-im-Einsatz-Aktuelles-von-der-Polizei-Tribsees / Anklam / Pasewalk / Torgelow (MV) – In Anklam hat eine 69 Jahre alte Frau einen Anruf von einer Unbekannten erhalten, die ihre angebliche Nichte sei (die Frau hat aber keine Nichte). Die hochdeutsch sprechende Anruferin fragte, ob die Geschädigte ihr 50 Euro für Notarkosten geben könne. Die ältere Frau verneinte dies, woraufhin die Anruferin fragte, ob sie Pfandflaschen im Haus hätte.

Die Angerufene verneinte das ebenfalls; immerhin hätten das auch 200 (Plastik-)Flaschen zu je 0,25 Euro Pfandgeld sein müssen. Die Anruferin wurde aggressiv und bedrohte das Opfer schließlich mit den Worten: „Wenn du morgen kein Geld gibst, bist du tot!“ Die Frau erstattete nach dem Telefonat Anzeige.

Nicht ohne (finanziellen) Schaden ist der Trickbetrug bei einer Frau aus der Nähe von Tribsees geblieben. Eine 58-Jährige hat 10.000 Euro verloren – durch den klassischen Enkeltrick. Sie hat hinter einem männlichen Anrufer den Freund ihrer Enkeltochter vermutet und diesen von sich aus namentlich benannt. Er bat sie aufgrund eines Autounfalls um das Geld. Sie gab an, dass sie das Geld in bar zu Hause habe.

Er versicherte ihr wiederum, dass er es ihr sofort auf ihr Konto überweisen werde. Kurze Zeit später rief eine angebliche Bankangestellte bei dem späteren Opfer an und fragte, ob es richtig sei, dass für ihr Konto ein Überweisungsauftrag bestünde mit 10.000 Euro, die dann nach dem Wochenende auch auf ihrem Konto eingehen sollten.

Sie bejahte das und gab zum „Abgleich“ ihre Kontodaten an. Als der vermeintliche Freund der Enkelin wieder anrief, wollte sie eine Sicherheitsfrage stellen: Sie fragte ihn nach dem Geburtsdatum der Enkeltochter. Eigentlich ein guter Versuch um festzustellen, ob es womöglich um einen Betrüger handeln könnte. Jedoch schüchterte der Mann sein Opfer sein: Er wimmerte und weinte und zeigte sich empört, wie sie nur denken könnte, dass er es nicht sei. Wie so oft in diesen Fällen ist dann ein „Bekannter“ gekommen, um das Geld im Auftrag des Anrufers abzuholen. Erst nach einem Telefonat mit ihrer Tochter klärte sich der Betrug auf und sie erstattete Anzeige.

Im Bereich Pasewalk ist es glücklicherweise nur zum versuchten Enkeltrick gekommen. Eine 92-Jährige wurde um eine fünfstellige Summe von ihrem angeblichen Enkel gebeten. Als sie ihm erklärte, dass sie kein Geld habe, legte der Anrufer auf.

Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen in allen Fällen aufgenommen. Ebenso wird derzeit durch die Beamten geprüft ob es einen Zusammenhang zwischen zwei nicht alltäglichen Betrugsmaschen gibt. Neben einem gelungenen Trickbetrug, der auf offener Straße in Neustrelitz begann (siehe https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108770/4237962), gab es am gleichen Tag (04.04.2019) – jedoch bereits am Vormittag – in Torgelow eine fast identische Vorgehensweise. Dort wurde ein 73-Jähriger in einem Einkaufsmarkt in der Bahnhofstraße von einem Unbekannten angesprochen. Dieser wollte bot ihm Uhren an und erklärte ihm – wie im Falle des Betruges in Neustrelitz – er müsse schnell ins Ausland zu einem kranken Angehörigen.

Wie später in Neustrelitz nahm der Rentner den Mann mit in seine Wohnung. Nachdem der Rentner sich weigerte, mit dem „Uhrenverkäufer“ zur Bank zu gehen, verließ dieser die Wohnung in unbekannte Richtung.

OTS: Polizeipräsidium Neubrandenburg

 

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