Dresden – Neue Fahrzeuge für Stadtteilfeuerwehren

Freiwillige Feuerwehr wirbt mit City Light Plakaten für Verstärkung.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Dresden -Dresden (SN) – Die Kameradinnen und Kameraden der Stadtteilfeuerwehren Gompitz und Kaitz haben heute, Mittwoch, 14. August, aus den Händen des Ersten Bürgermeisters Detlef Sittel die Schlüssel für zwei neue Mannschaftstransportwagen erhalten. In Gompitz wird ein Altfahrzeug ersetzt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kaitz wird der Fuhrpark mit dem Mannschaftstransportwagen erweitert.

„Wichtig ist, dass wir die Bedingungen für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren verbessern beziehungsweise auf aktuellem Stand halten“, so der Erste Bürgermeister Detlef Sittel. Die neuen Mannschaftstransportwagen decken bei den Freiwilligen Feuerwehren vielfältige Aufgaben ab. Neben den logistischen Aufgaben bei Feuerwehreinsätzen oder Großschadenslagen ist die Ausstattung der Wehren mit den Fahrzeugen auch eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Jugendarbeit in den Jugendfeuerwehren. Denn aus den Jugendfeuerwehren werden viele zukünftige Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr gewonnen. Die Kosten pro Fahrzeug belaufen sich auf 54 000 Euro, der Freistaat Sachsen fördert davon pro Fahrzeug 23 000 Euro.

„Neben der technischen Sicherstellung sind es die engagierten Kameradinnen und Kameraden der Stadtteilfeuerwehren, die für die Einsatzbereitschaft unserer Freiwilligen Feuerwehr sorgen. Und natürlich suchen wir Nachwuchs. Denn von den insgesamt heute 625 aktiven Kameradinnen und Kameraden werden etwa 30 Kameraden in den nächsten fünf Jahren in die Alters- und Ehrenabteilung wechseln und mehr als 40 in den nächsten zehn Jahren“, erläutert Sittel die aktuelle Personalsituation. Derzeit beträgt das Durchschnittsalter bei der aktiven Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Dresden 36 Jahre. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Dresden insgesamt beträgt es 49 Jahre.

Kampagne wirbt für Mitstreiter bei der Freiwilligen Feuerwehr

Für das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr werben noch bis Dienstag, 27. August, rund 270 City-Light-Plakate mit dem Aufruf „112 – Sei dabei“. Die Kampagne soll dabei nicht nur Interesse für das Mittun in der Freiwilligen Feuerwehr wecken, sondern auch um Verständnis bei Arbeitgebern der ehrenamtlich tätigen Kameradinnen und Kameraden werben. „Ich danke allen Kameradinnen und Kameraden der Stadtteilfeuerwehren, die sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl einsetzen. Die Freiwillige Feuerwehr Dresden ist unverzichtbar, wenn es um die Sicherheit und den Schutz der Dresdner und Gäste geht“, so der Erste Bürgermeister Detlef Sittel. Den jüngsten Beweis lieferte im vergangenen Jahr die mehrtägige Evakuierung in Löbtau. Dort mussten wegen eines Bombenblindgängers 9 000 Bürgerinnen und Bürger ihre Wohnungen verlassen.

Neben den Plakaten im Stadtgebiet informieren Postkarten über das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr. Die Karten liegen im Rathaus und den zehn Ortämtern aus. Wer Mitglied in einer Stadtteilfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Dresden oder einer Jugendfeuerwehr werden möchte, kann sich entweder direkt an die nächstgelegene Stadtteilfeuerwehr oder an die Geschäftsstelle der Freiwilligen Feuerwehr wenden. Weitere Informationen unter www.dresden.de/feuerwehr.

Die Freiwillige Feuerwehr in Dresden

Die im Jahr 1863 gegründete Freiwillige Feuerwehr besteht aus 21 Stadtteilfeuerwehren mit 67 aktiven Kameradinnen und 558 Kameraden im aktiven Dienst. Weitere 402 Frauen und Männer sind Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen. In 20 Jugendfeuerwehren engagieren sich 364 Mädchen und Jungen. Die erste Kinderfeuerwehr gibt es seit 2017 in Bühlau. Zwei Jugendfeuerwehren werden durch die Berufsfeuerwehr in der Feuerwache Striesen und Altstadt betreut. Die Stadtteilfeuerwehren wirken im Gesamtsystem des abwehrenden Brandschutzes, des Katastrophenschutzes und bei technischen Hilfeleistungen mit: In ihren Ausrückebereichen stellen sie sicher, dass die Feuerwehr schnell am Einsatzort ist und qualifiziert Hilfe leistet. Bei Großschadenslagen oder großen Einsätzen, wie beispielsweise Hochwasser, stellen sie zusammen mit der Berufsfeuerwehr die leistungsfähige Gefahrenabwehr sicher. Jedoch sorgen die Stadtteilfeuerwehren nicht nur für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. In den Stadtteilen fördern sie das Miteinander und gestalten die Gemeinschaft.
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Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion