Ein Kommentar von Miriam Scharlibbe.

Mittelrhein-Tageblatt - Newsportal - Presseschau - Kommentar -Presseschau – Bielefeld (NRW) – Ausbau der A 33: Es sind nur wenige Kilometer Autobahn, aber sie kosten den Steuerzahler 123 Millionen Euro. Wenn sich die Fertigstellung verschiebt, ist das keine Kleinigkeit. Zumal noch zwei weitere Bauabschnitte folgen sollen, die noch einmal 140 Millionen Euro verschlingen. Für die Autofahrer, die auf und neben dem Ostwestfalendamm regelmäßig im Stau stehen, ist es aber vor allem verlorene Lebenszeit und für die Unternehmen ist Zeit bekanntlich Geld.

Der verantwortliche Landesbetrieb Straßen NRW, der der Öffentlichkeit die Brisanz der Probleme über Wochen vorenthalten hat, gibt sich jetzt optimistisch, dass der neue Zeitplan funktioniert. Das ist naiv. Straßen NRW ist abhängig davon, dass die Firma, die für die Verzögerung ausschlaggebend war, ihre Probleme in den Griff bekommt.

Kündigen können sie dem Betrieb nicht. Als öffentlicher Auftraggeber müsste das Gewerk neu ausgeschrieben werden, der Zeitverlust wäre noch größer. Vertragsstrafen sind bei Großbaustellen dieser Art nicht vorgesehen. Sollte es sich bewahrheiten, dass die Zusammenarbeit schon belastet war, wird es schwer werden, dem Bürger zu erklären, warum die Firma erneut beauftragt wurde.

Dass trotz anhaltender Probleme so lange am Eröffnungstermin festgehalten wurde, wirft leider, wie schon bei anderen Baustellen im ganzen Land, kein gutes Licht auf den Staat als Planer und Bauleiter.

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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