Dresden – Jeder Drogentote ist einer zu viel

Den bundesweiten Gedenktag nutzt Dresden, um auf Suchtpräventionsangebote hinzuweisen.

Nachrichten-aus-der-Stadt-Dresden-Aktuell- Dresden (SN) – Vier Drogentote gab es im vergangenen Jahr in Dresden. Vier Menschen, deren Leben anders hätte verlaufen können. Unter dem Motto „Jeder Drogentote ist einer zu viel“ machen das Gesundheitsamt und seine Partner anlässlich des bundesweiten Gedenktags für verstorbene Drogenabhängige am morgigen Dienstag, 21. Juli 2020, mobil und weisen auf Präventions- und Hilfeangebote in Dresden hin.

„Wir wollen in Dresden den Suchtmittelkonsum reduzieren und für die Menschen da sein, denen es bislang noch nicht gelungen ist, sich an Suchtberatungsstellen zu wenden. Dafür gibt es in Dresden differenzierte Hilfeangebote“, erklärt die Koordinatorin für Suchthilfe und Suchtprävention, Dr. Kristin Ferse, und fügt hinzu: „Angesichts der Probleme in einzelnen Sozialräumen Dresdens gilt es, Angebote bekannt zu machen, die niedrigschwellig und lebenslagenorientiert sind.“

So laden die Suchtexperten von „SafeDD“ und „No Addiction“ morgen um 13 Uhr alle Interessierten an den Jorge-Gomondai-Platz ein. An dem zentralen Treffpunkt wird an die Schicksale verstorbener Drogenkonsumenten erinnert. Von hier aus werden die Streetworker des Suchtzentrums und die mobilen Berater der Diakonie in verschiedene Quartiere ausschwärmen, wo bis 18 Uhr weitere Aktionen geplant sind. Auf der Hauptstraße, auf dem Scheune-Vorplatz und im Alaunpark wird es Info- und Beratungsstände zu Themen rund um Drogenkonsum und Abhängigkeit geben. Aufgrund der aktuellen COVID-19-Ausbreitung wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an den Ständen empfohlen.

Insgesamt sechs Suchtberatungsstellen in vielfältiger Trägerschaft bieten in Dresden Beratung und Unterstützung bei drohender oder bereits eingetretener Abhängigkeitserkrankung an. Eine davon ist die Jugend- und Drogenberatungsstelle, die die Landeshauptstadt selbst unterhält. Diese etablierten Anlaufstellen der Suchtberatung und -behandlung erreichen Menschen, die schon den Entschluss gefasst haben, etwas ändern zu wollen. Ergänzt werden diese Angebote durch die aufsuchenden Hilfen „SafeDD“ und die mobile Jugendarbeit zur Suchtprävention „No Addiction“. Sie sprechen Konsumierende an, die noch keine Veränderungsbereitschaft zeigen.

Die Anzahl der Drogentoten ist in Dresden vergleichsweise gering. Für 2018 meldete die Stadt im Suchtbericht drei Verstorbene. 2017 waren es sieben und in den beiden Jahren davor drei und zehn. Bezogen auf ganz Deutschland nimmt die Anzahl zu. Bundesweit starben 2019 insgesamt 1.398 Menschen durch illegalen Rauschgiftkonsum, ein Anstieg um 9,6 Prozent. 2018 hatte es 1.276 Drogentote gegeben. Hauptursache sind nach wie vor Überdosierungen von Opioiden wie Heroin oder Morphin sowie die Kombination mit anderen Substanzen.
Der nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige wird alljährlich am 21. Juli begangen. Initiiert wurde er 1998 durch eine trauernde Mutter in Gladbeck.

Weitere Informationen:
www.dresden.de/sucht
____________________________________

Landeshauptstadt Dresden
Amt für Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Protokoll

Das könnte Sie auch interessieren ...

Hitlergruß im Klassenzimmer - Exklusive BR-Recherche: Umfrage zu menschen- oder demokratiefeindlichen Vorfällen an bayerischen Schulen

Tierversuche rückläufig - PETA fordert Regierung zu mehr Maßnahmen auf

Sozialwahl 2029: Selbstverwaltung macht Online-Wahlen möglich

DÜRR-Statement: Mit Friedrich Merz bekommen die Menschen die Rekordschulden der SPD und die Rentenpolitik von Robert Habeck

Tipp: So schützen Sie sich vor gefährlichen Noroviren

Messerattacke Illerkirchberg – 14-jähriges Mädchen auf dem Schulweg getötet: Tat erschütterte die ganze Gemeinde im Alb-Donau-Kreis

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) stellt 100.000 Euro aus Kollekten für Klagen von afghanischen Schutzsuchenden gegen die BRD zur Verfügung!

Krebserkrankung Thomas Gottschalk: seltener, besonders aggressiver Krebs diagnostiziert

DIGNITAS - Menschenwürdig leben - Menschenwürdig sterben: Ludwig A. Minelli legt sich zur Ruhe

13. Dezember 2025: Saunanacht im Vahrenwalder Bad Hannover

Adventskonzert der Stadtkapelle Saarbrücken am 7. Dezember in der Stiftskirche St. Arnual

Briefe gegen Einsamkeit, weihnachtliche Tauschbörse und lebendige Adventskalender - Die Adventszeit in der Stadtbibliothek Mannheim

Adventskonzert in der Tiefgarage unter dem Mannheimer Stadthaus am 2. Adventssonntag

Weihnachtsmarkt Soest & Öffentliches Weihnachtssingen auf dem Petrikirchhof Süd

Kulturmarkt in der Fruchthalle Kaiserslautern - Mode, Kunst und Handwerk ab dem 27. November

Gendern spaltet das Land - warum immer mehr Menschen genug davon haben

Haftung und Urheberrecht

Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der veröffentlichten Informationen. Beiträge, die von Dritten, wie z. B. Polizei, Feuerwehr, Vereinen oder Unternehmen bereitgestellt werden, liegen in der Verantwortung der jeweiligen Herausgeber. Jegliche Inhalte, einschließlich Hyperlinks auf externe Seiten, wurden sorgfältig geprüft, dennoch übernehmen wir keine Verantwortung für die Inhalte externer Seiten, auf die im Beitrag direkt oder indirekt verwiesen wird.

Alle Rechte an den Texten und Beiträgen sind vorbehalten. Das Teilen unserer Inhalte in sozialen Medien ist ausdrücklich gestattet, solange die Quelle angegeben wird. Die Vervielfältigung, Verbreitung oder sonstige kommerzielle Nutzung – auch auszugsweise – bedarf jedoch der schriftlichen Zustimmung der Redaktion.

Vier Pfoten Ratgeber
Nach oben scrollen
Cookie-Einstellungen Holger Korsten 150 Bewertungen auf ProvenExpert.com