Hamburg – „Mein 68: Ein verspäteter Brief an meinen Vater“ – Filmvorführung und Gespräch

Hamburg – Landeszentrale für politische Bildung lädt zum Themenabend mit Historiker und Regisseur Hannes Heer, der seine Vater-Beziehung in den Blick rückt.

Mit seinem Film versuchte Heer 1988, zwanzig Jahre nach dem Ende der Studentenbewegung, eine im Leben gescheiterte Auseinandersetzung mit seinem Vater nachzuholen. Am

Montag, 28. Mai 2018,

19.00 – ca. 20.30 Uhr, im Kommunalen Kino Metropolis,
Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg,

wird der Film zu sehen sein. Im Anschluss kommen Hannes Heer und Martin Aust, Leiter der Kine-mathek Hamburg, ins Gespräch.
Der Eintritt ist frei.

Hannes Heers Vater, NSDAP-Mitglied und nach dem Krieg CDU-Wähler, reagierte auf den politischen Protest der Studierenden wie seines eigenen Sohns mit hasserfülltem Unverständnis und brach im Sommer 1968 ohne jedes Gespräch alle Brücken zu ihm ab. An diesem Nichthinsehen- und Nichthinhören-Wollen setzt der Film an. Er rekonstruiert auf nachdenklich-selbstkritische Weise im fiktiven Dialog mit dem Vater die Ursachen für das Entstehen der Studentenrevolte in den 1960er Jahren. Der Film zeigt auch, warum der Autor selbst zu einem Aktivisten dieses phantasievollen und sich dann radikalisierenden Protestes wurde und was diese politischen Erfahrungen für sein weiteres Leben bedeuteten.

Der Autor, Historiker und Regisseur Hannes Heer ist einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland bekannt geworden, weil er maßgeblich an der Konzeption der sog. „Wehrmachtsausstellung“ (Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944) beteiligt war.

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Behörde für Schule und Berufsbildung, Landeszentrale für politische Bildung
Annika Samesch | Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Stadt Hamburg

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