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Magdeburg – Amtsarzt: Absage von Großveranstaltungen ohne Alternative – Regelung des Gesundheits- und Veterinäramtes gilt bis auf Weiteres

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Magdeburg -Magdeburg (ST) – Die Absage von Konzerten, Sport- und andere Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besucher*innen sorgt seit gestern für viele Diskussionen.

Deshalb weist der Magdeburger Amtsarzt und Leiter des Gesundheits- und Veterinäramtes, Dr. Eike Hennig, erneut auf die bislang nicht absehbaren Folgen hin, sollte sich das neuartige „Corona“-Virus ungehindert auch in der Landeshauptstadt ausbreiten. Die Stadtverwaltung war gestern der Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums gefolgt, Großveranstaltungen bis auf Weiteres zu untersagen.

„Das ‚Corona“-Virus ist ein neues Virus. Das bedeutet, dass die Menschen im Gegensatz zur Influenza dagegen nicht immun sind. Daraus resultiert wiederum eine nicht abschätzbare krankmachende Wirkung“, so Dr. Eike Hennig. „Die Zahl der Infektionen wird in Sachsen-Anhalt und später auch in Magdeburg deutlich zunehmen. Zwangsläufig kommt es dann auch zu schwersten Erkrankungen und Todesfällen. Es ist Aufgabe des Gesundheitsamtes und der Stadt, gesundheitliche Gefahren von der Bevölkerung abzuwenden.“

Weiter erläutert er: „Wir müssen derzeit unbedingt die Zahl der Erkrankungen in eine zeitliche Länge ziehen, damit die medizinischen Ressourcen im Hintergrund nicht überlastet werden. Es muss allen Erkrankten eine adäquate medizinische Versorgung zugesichert werden.“

In diesem Zusammenhang kommt Großveranstaltungen eine besondere Bedeutung zu, so Dr. Hennig: „Diese bieten Grundlage für eine massenhafte Ausbreitung von Krankheitserregern, da die Menschen dort über längere Zeit auf engsten Raum zusammen sind. Es ist somit zwingend erforderlich, dass Großveranstaltungen nicht stattfinden dürfen. Was auch in einer Reihe von anderen Bundesländern in ebendiese Empfehlung für ihre Kommunen mündet.

Uns ist bewusst, dass man sich seit Wochen auf die geplanten Veranstaltungen gefreut hat. Trotzdem sind das Gemeinwohl und ein Aufrechterhalten der medizinischen Infrastruktur derzeit wichtiger. Die Entscheidung zur Absage von Großveranstaltungen durch die Landeshauptstadt ist daher ohne Alternative.“

Hintergrund zur Entscheidung:
Die Landeshauptstadt Magdeburg und das zuständige Gesundheits- und Veterinäramt haben gestern bis auf Weiteres Konzerte, Sport- und andere Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besucher*innen untersagt. Damit sollen der Ausbruch bzw. die Verbreitung des „Corona“-Virus‘ und der gefährlichen Variante „Corona SARS-CoV-2“ auf dem Gebiet der Landeshauptstadt einschränkt werden. Die Untersagung bezieht sich sowohl auf Veranstaltungen in geschlossenen Hallen als auch unter freiem Himmel. Das Gesundheits- und Veterinäramt behält sich vor, bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Personen hygienische Auflagen zu erteilen.

Landeshauptstadt Magdeburg
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