Mehr als 17.000 Insolvenzen 2025: Jeden Tag 48 Firmen vor dem Aus – Wirtschaft dramatisch in Schieflage – Hamburg, 10.01.2026 – Deutschland erlebt 2025 eine der schwersten Insolvenzkrisen seit Jahrzehnten. Mit 17.604 Unternehmenspleiten innerhalb eines Jahres ergibt sich eine erschreckende Zahl: rund 48 Firmen verschwinden jeden einzelnen Tag vom Markt. Das sind 2 pro Stunde bei 24 Stunden am Tag! Alle 2 Stunden „hört ein Unternehmen auf zu produzieren„. Diese Entwicklung ist kein vorübergehendes Phänomen – sie zeigt eine Wirtschaft, die tief in strukturelle Schwierigkeiten geraten ist.
Insolvenzen 2025 – Das erinnert an den Ausspruch von Habeck (Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz) in der Sendung Maischberger vom 6. September 2022. In dem Gespräch sagte er auf die Frage, ob er wegen steigender Kosten mit einer Insolvenzwelle rechne (Original-Zitat Wirtschaftsminister Robert Habeck bei Maischberger):
„Das sehen wir ja jetzt überall, dass Läden, die darauf angewiesen sind, dass die Menschen Geld ausgeben, Blumenläden, Bio-Läden, Bäckereien gehören dazu, dass die wirkliche Probleme haben, weil es eine Kaufzurückhaltung gibt. Dann sind die nicht insolvent, automatisch, aber sie hören vielleicht auf zu verkaufen.“
Das Ausmaß der Wirtschaftskrise in Zahlen
Die reine Gesamtzahl wirkt abstrakt. Erst die Umrechnung in den Alltag macht die Lage greifbar:
Alle 30 Minuten verschwindet statistisch ein Unternehmen vom Markt.
Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei größeren Betrieben: Die Zahl der Großinsolvenzen hat sich seit 2021 nahezu verdreifacht. Damit geraten nicht nur Kleinstbetriebe, sondern auch tragende Säulen der Wirtschaft ins Wanken.
Besonders betroffene Branchen
Die Insolvenzwelle zieht sich durch nahezu alle Kernbereiche der deutschen Wirtschaft:
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Hotel- und Gastgewerbe – schwache Nachfrage, hohe Fixkosten, ausbleibende Investitionen
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Baugewerbe und Projektentwicklung – Zinsanstieg und Finanzierungsprobleme lähmen den Markt
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Automobilzulieferer & Industrie – Strukturwandel, internationale Konkurrenz, Absatzrückgänge
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Einzelhandel – Kaufzurückhaltung, Online-Konkurrenz, explodierende Kosten
Auffällig ist: Nicht nur wirtschaftlich schwache Betriebe geraten unter Druck, sondern auch ehemals solide, gesunde Unternehmen.
Die Ursachen – ein gefährlicher Mix
Die aktuelle Pleitewelle ist das Ergebnis mehrerer sich überlagernder Belastungen:
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Steigende Zinsen und erschwerte Finanzierung
Investitionen werden teurer, Liquidität wird knapp. -
Hohe Energie- und Betriebskosten
Besonders energieintensive Branchen kämpfen um ihre Wettbewerbsfähigkeit. -
Schwache Nachfrage im In- und Ausland
Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher und globale Konjunkturprobleme drücken die Umsätze. -
Zunehmende Bürokratie und Regulierung
Gerade kleine und mittlere Unternehmen werden durch Verwaltungsaufwand und Auflagen überfordert. -
Struktureller Wandel
Digitalisierung, Energiewende und Transformation der Industrie treffen Unternehmen ungleich hart.
Die gesellschaftlichen Folgen
Die Insolvenzen bleiben nicht auf die Unternehmen beschränkt:
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Hunderttausende Arbeitsplätze geraten in Gefahr
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Milliardenverluste treffen Banken, Lieferanten und Investoren
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Ganze Regionen verlieren wirtschaftliche Stabilität
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Der Mittelstand – Rückgrat der deutschen Wirtschaft – wird nachhaltig geschwächt
Die Insolvenzkrise wird so zur sozialen Krise.
Kritische Bewertung: Marktbereinigung oder Systemkrise?
Zwar gehört Insolvenz grundsätzlich zur Marktwirtschaft, doch die aktuelle Dimension übersteigt jede normale Bereinigung. Viele Betriebe scheitern nicht an schlechter Führung, sondern an äußeren Rahmenbedingungen. Das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Deutschland beginnt sichtbar zu bröckeln.
Ausblick: Keine schnelle Entwarnung
Experten erwarten auch für 2026 keine grundlegende Entspannung. Ohne tiefgreifende Reformen bei Bürokratie, Finanzierung, Energiepreisen und Standortpolitik droht die Insolvenzkrise zur dauerhaften Wachstumsbremse zu werden.
Fazit zu mehr als 17.000 Insolvenzen 2025
48 Firmen pro Tag – 2 Insolvenzen pro Stunde – alle 30 Minuten eine Firmenpleite – diese Zahl steht sinnbildlich für den Zustand der deutschen Wirtschaft im Jahr 2025. Die Insolvenzwelle ist ein deutliches Warnsignal. Sie zeigt, wie dringend wirtschaftspolitisches Handeln, strukturelle Reformen und echte Entlastung für Unternehmen gebraucht werden. (hk)
Quellen: Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Creditreform Wirtschaftsforschung, Statistisches Bundesamt, Wirtschaftspresse Deutschland, Marktanalysen 2024–2025