Trier – Umwelt: Eichenprozessionsspinner werden bekämpft

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Trier -Trier – (bau) Das StadtGrün-Amt weist darauf hin, dass der Eichenprozessionsspinner wieder im Stadtgebiet aktiv ist. Die Mitarbeiter der Baumkontrolle haben in den vergangenen Wochen alle besonders gefährdeten Bereiche kontrolliert und 148 Meldungen zu Raupen und Gespinsten der Schmetterlingsart aufgenommen. Ab dem 11. Juni werden die Nester von einer Fachfirma abgesaugt. Dies geschieht nach einer Prioritätenliste zunächst an Kitas, dann an Spielplätzen, Schulen sowie Parkanlagen und Grünanlagen mit hohem Publikumsverkehr. Erst danach werden Einzelbäume an weniger frequentierten Bereichen bearbeitet.

Die Raupen erreichen in diesen Tagen das gefährliche dritte Larvenstadium und entwickeln ihre Brennhaare. Diese verursachen bei Mensch und Tier Reizungen von Haut, Schleimhäuten und Atemwegen, wodurch es zu juckenden Ausschlägen, Halsschmerzen, Hustenreiz und Entzündungen kommen kann. Deshalb sollte man bei einem befallenen Baum Abstand halten. Ist es dennoch zu einem Kontakt mit den Raupenhaaren gekommen, empfiehlt sich intensives Duschen und Waschen der Kleidung. Bei schwerwiegenderen Folgen sollte ein Arzt konsultiert werden.

Im letzten Jahr waren die Raupen aufgrund des warmen Frühlings schon ungewöhnlich früh im dritten Stadium, weshalb sie auch schon früher bekämpft werden mussten. Insgesamt waren 2018 rund 400 Bäume befallen. Der Befall hatte sich über die vergangenen Jahre stetig gesteigert. StadtGrün rechnet für 2019 mit ähnlichen Zahlen wie im letzten Jahr und ist darauf vorbereitet. Inzwischen ist etwa ein Fünftel des Eichenbestandes betroffen, insbesondere sonnige alleinstehende Bäume. Die Zahl der Nester variiert dabei stark von Baum zu Baum. Mitunter sind nur ein oder zwei Gespinste vorhanden, bei starkem Befall können es aber auch über zehn Nester sein.

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Presseamt Trier

Autor: Mittelrhein-Tageblatt Redaktion