Urbach – Großeinsatz für die Feuerwehr: Asylanten legen ihr Wohnheim an der Wasenstraße in Schutt und Asche

Retten - Bergen - Schützen - Die Feuerwehr hilft - Urbach (BW) – Ein Großeinsatz der Rettungskräfte war am Freitagabend im Gange, als ein Asylbewerberwohnheim in der Wasenstraße in Flammen stand. Das Feuer wurde kurz vor 22 Uhr über Notruf bei der Rettungsleitstelle gemeldet. Die örtliche Feuerwehr wurde durch benachbarte Kräfte aus Plüderhausen, Schorndorf und Fellbach unterstützt. Insgesamt waren 73 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz.

Bei dem Brandobjekt handelte es sich um ein Containerdorf. Der Brand war beim Eintreffen der Wehrmänner lokal in einem Zimmer. Neben dem Löschangriff galt es rasch die Bewohner zu evakuieren.

Insgesamt waren 29 Personen im Wohnheim, die letztlich alle sicher aus dem Gebäude geführt werden konnten. Zwei der Bewohner wurden durch den Rettungsdienst, die sich mit 28 Kräften im Einsatz befunden hatten, medizinisch versorgt. Sie mussten wegen Schnittverletzungen und verdacht einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus verbracht werden.

Die Ausbreitung der Flammen auf den Gebäudekomplex konnte durch die rasche Intervention der Feuerwehr verhindert werden. Ungefähr 45 Minuten nach Alarmierung war der Brand gelöscht. Da die Unterkunft nicht mehr bewohnbar ist, galt es die Asylbewerber unterzubringen. In Absprach mit Bürgermeister Hetzinger und dem Landratsamt konnten die Menschen letztlich in Notunterkünften in Winterbach versorgt werden.

Derzeit ist davon auszugehen, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Ein 22-jähriger Afghane soll eine Matratze angezündet haben, woraufhin sich das Feuer ausbreitete. Der Mann wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragt eine richterliche Vorführung.

Der Schaden beläuft sich nach vorläufigen Schätzungen auf ca. 150.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen zum Vorfall dauern an.

OTS: Polizeipräsidium Aalen

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