DAÖ-Klubobmann Baron: Stadtrat Hacker muss handeln, um Gefahr von Wien abzuwenden.
Als Beispiel auch für andere Krankenhäuser in Wien sei aktuell im Donauspital von insgesamt zwölf Intensivbetten lediglich ein einziges(!), vollwertiges verfügbar. Desinfektionsmittel würden rationalisiert, da diese sogar aus den Spendern gestohlen würden. Und auch die wenigen, noch verfügbaren Schutzmasken seien aus diesem Grund unter Verschluss.
„Hier offenbart sich die bisher sehr überschaubare Performance des zuständigen Gesundheitsstadtrats, Peter Hacker. Knapp zwei Jahre im Amt und es fehlen nach wie vor die geeigneten Maßnahmen, um das Gesundheitswesen bzw. Wiens Krankenhäuser auf eine derartige Krise vorzubereiten“, sagte Baron.
Selbst das langjährige und erfahrene Personal ist zutiefst verunsichert, da es eine derartige Situation noch nie gegeben habe. So würden Abläufe und Anweisungen nahezu täglich geändert. Selbst Ärzte, die stets verlauten ließen, dass Corona gar nicht so schlimm sei – vielmehr ähnlich einer Grippe –, dürften mittlerweile einen einschneidenden Meinungsschwenk vollzogen haben, zitierte Baron aus den ihm zugespielten Unterlagen.
„Wir fordern daher Stadtrat Hacker und Bürgermeister Ludwig auf, umgehend Maßnahmen vor allem im Bereich Ausbau der Intensivkapazitäten, der Versorgungssicherheit durch Material und Personal sowie einer umfassenden Informations- und Aufklärungskampagne zu setzen, um zumindest die breite Verunsicherung bei unseren Bürgerinnen und Bürgern abzufedern“, so Baron abschließend.