Wien / Österreich – Corona-Virus: Dramatische Zustände und Verunsicherung in Wiens Krankenhäusern – Intensivbetten kaum verfügbar

DAÖ-Klubobmann Baron: Stadtrat Hacker muss handeln, um Gefahr von Wien abzuwenden.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Wien in Österreich -.jpg Wien / Österreich – Wie der Klubobmann der ‚Allianz für Österreich‘, Karl Baron, heute erklärte, ließen ihm zugespielte Informationen aus Wiens Krankenhäusern im Zusammenhang mit Corona sämtliche Alarmglocken schrillen: „Die aktuellen Zustände in Wiens Krankenhäusern spiegeln maßgebliche Versäumnisse der politisch Verantwortlichen in den letzten Jahren wider. Wie wir beispielsweise aus dem SMZ Ost (Donauspital) vernehmen, wurde die Situation mit dem Corona-Virus maßgeblich unterschätzt und man sieht sich hier mittlerweile mit einem geradezu chaotischen System konfrontiert. Es gibt keine Notfall- oder Ablaufpläne bzw. Richtlinien, nach denen gearbeitet wird. Im Gegenteil: Es werden immer mehr Stimmen laut, wonach man damit rechne, in den nächsten zwei Wochen bereits italienische Verhältnisse zu haben.“

Als Beispiel auch für andere Krankenhäuser in Wien sei aktuell im Donauspital von insgesamt zwölf Intensivbetten lediglich ein einziges(!), vollwertiges verfügbar. Desinfektionsmittel würden rationalisiert, da diese sogar aus den Spendern gestohlen würden. Und auch die wenigen, noch verfügbaren Schutzmasken seien aus diesem Grund unter Verschluss.

„Hier offenbart sich die bisher sehr überschaubare Performance des zuständigen Gesundheitsstadtrats, Peter Hacker. Knapp zwei Jahre im Amt und es fehlen nach wie vor die geeigneten Maßnahmen, um das Gesundheitswesen bzw. Wiens Krankenhäuser auf eine derartige Krise vorzubereiten“, sagte Baron.

Selbst das langjährige und erfahrene Personal ist zutiefst verunsichert, da es eine derartige Situation noch nie gegeben habe. So würden Abläufe und Anweisungen nahezu täglich geändert. Selbst Ärzte, die stets verlauten ließen, dass Corona gar nicht so schlimm sei – vielmehr ähnlich einer Grippe –, dürften mittlerweile einen einschneidenden Meinungsschwenk vollzogen haben, zitierte Baron aus den ihm zugespielten Unterlagen.

„Wir fordern daher Stadtrat Hacker und Bürgermeister Ludwig auf, umgehend Maßnahmen vor allem im Bereich Ausbau der Intensivkapazitäten, der Versorgungssicherheit durch Material und Personal sowie einer umfassenden Informations- und Aufklärungskampagne zu setzen, um zumindest die breite Verunsicherung bei unseren Bürgerinnen und Bürgern abzufedern“, so Baron abschließend.

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