VW-Chef Diess sagte der Süddeutschen Zeitung: „Die Transformation in der Geschwindigkeit und mit den Auswirkungen ist kaum zu managen“ und warnte: „So eine Industrie kann schneller abstürzen, als viele glauben wollen“. Spaniel pflichtet ihm bei: „Für einen grundlegenden Strukturwandel ist der Umstieg auf die E-Mobilität innerhalb eines Jahrzehnts viel zu kurz.“
Diess nannte einen entscheidenden Aspekt, den auch Spaniel immer wieder angeführt hat: Man stelle nicht auf Elektro um, sondern auf Kohlebetrieb, da der Strom auch aus Braunkohle gewonnen werde. „Wenn Sie dann mit Kohlestrom fahren, wird E-Mobilität wirklich zum Wahnsinn“, sagte der VW-Chef.
In der Bundestagsdebatte am 22. Februar zum Thema CO2-Klimaziele wies Spaniel dasselbe nach. Aktuell stammen rund 60 Prozent in der Stromherstellung aus dem fossilen Sektor. Ein E-Auto emittiert in der Vergleichrechnung ebenso viel CO2 wie ein moderner Diesel. Für die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien müssten beispielsweise rund 15 000 Windräder errichtet werden. Das sei weder möglich noch sinnvoll.
Spaniels Fazit: „Es ist vollkommen unverständlich, mit Deutschlands Anteil von gerade einmal zwei Prozent am weltweiten CO2-Ausstoß das Weltklima retten zu wollen. Es ist daher eine Gefahr für die Stabilität unseres Staates, unsere Schlüsselindustrie und letztlich auch unseren Sozialstaat durch ideologisch getriebene Politik aufs Spiel zu setzen.“
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Christian Lüth
Pressesprecher
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