Kulturhauptstadtbüro gestaltet mit Dresdnern und internationalen Künstlern Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum.
Einmalig in der Geschichte des Kulturhauptstadt-Wettbewerbes
Die Ausstellung ist das Schaufenster der Bewerbung, sie verändert sich und wächst im Laufe ihrer Dauer. Es gibt keinen einzelnen Kurator, sondern viele Dresdnerinnen und Dresdner, die die Ausstellung selbst mitgestalten. „Dresdens Programmkonzept fußt auf einem groß angelegten Beteiligungsverfahren. Mit unserer Bewerbung wollen wir Kultur mit Allen machen und die kulturellen Kräfte aller Menschen in dieser Stadt aktivieren. Diese Strategie spiegelt sich auch im Showroom wieder,“ erläutert Michael Schindhelm, Kurator der Dresdner Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025.
Das Herz der Ausstellung bilden die Projekte der Neue-Heimat-Plattform. Kultur- und Kreativschaffende sowie Bürgerinitiativen stellen dort ihre Vision und konkreten Projekte aus ihrer Arbeit für 2025 vor. Neun Präsentationen an den ersten neun Tagen der Ausstellung zeigen vielfältige Ideen für das Kulturhauptstadtjahr, die den Ausstellungsraum nach und nach mit Inhalten füllen.
Kombination aus Ausstellung und Veranstaltungsprogramm
Mit mehr als 30 Präsentationen, Performances, Diskussionen und Vorträgen rund um die vier Themenstränge der Bewerbung bildet das Veranstaltungsprogramm den aktiven Teil des Showrooms. Nach den neun Plattform-Präsentationen zum Auftakt folgen u. a. öffentliche Workshops, ein Filmabend mit Podiumsdiskussion zur Dresdner Seenotrettung „Mission Lifeline“, Gesprächsrunden mit jungen europäischen Theaterschaffenden des „Fast Forward europäisches Festival für junge Regie“ des Staatsschauspiels Dresden und Literaten der in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) ausgerichteten Schreibwerkstatt „Heimat.Heute“ sowie Vorführungen des Jugendkuratoriums. Drei Tage im November widmen sich der „Power of Strangeness“ migrantischer Communities in Dresden. Der Faszination der Deutschen für Indianer spürt eine Veranstaltung des Karl-May-Museums Radebeul nach.
Höhepunkt des Showrooms ist das Projekt „The Curious Deal – Ein außergewöhnlicher Tauschhandel“ mit dem renommierten indonesischen Künstler Uji Handoko Eko Saputro (Hahan). Ein acht Meter großes Gemälde des Künstlers wird in Einzelteile zerschnitten und in einer Auktion am 30. November und 1. Dezember gegen Objekte und Geschichten von Dresdnerinnen und Dresdnern eingetauscht.
Das Programm endet mit einer „Wahlparty“ am 12. Dezember, bei der das Ergebnis der Entscheidung der internationalen Jury in Berlin bekanntgegeben wird.
Showroom zum Mitmachen
„Wir möchten die Bewerbung nutzen und die Stadtgesellschaft einladen, die Zukunft Dresdens aktiv mitzugestalten. Die Menschen in unserer Stadt und der Region sind wichtige Kulturhauptstadtmacherinnen und -macher, denen wir im Deutschen Hygiene-Museum Dresden eine Bühne geben“, sagt Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus. Sowohl die Ausstellung als auch alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Die Besucherinnen und Besucher können sich aktiv im Showroom einbringen. So gibt es neben einer Abstimmung für die zwei besten Plattform-Projekte für 2025 auch viele Stationen, an denen die eigenen Gedanken und Visionen einfließen können. Dazu zählt eine Telefonzelle, welcher die Gäste ihre persönliche Heimat- und Erinnerungsgeschichte an das Jahr 1989 – das Jahr der Friedlichen Revolution in Deutschland – anvertrauen können, und eine Umfrage in Vorbereitung auf das Kulturhauptstadt-Leitprojekt des Deutschen Hygiene-Museums „Wie wollen wir zusammenleben?“. Ein „Gute-Wünsche“-Buch und eine Feedbackwand komplettieren die Interaktionsmöglichkeiten.
Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen unter: www.dresden2025.de
Neue Heimat Dresden 2025 Showroom zur Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden
Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
Laufzeit der Ausstellung
11. Oktober bis 15. Dezember 2019
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, Feiertage: 10 bis 18 Uhr
Der Eintritt zur Ausstellung und allen Veranstaltungen ist kostenfrei.
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Landeshauptstadt Dresden
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