Unterricht soll durch die Verwendung von digitalen Medien auf unterschiedliche Lernansprüche ausgerichtet werden

Neue Medien im Unterricht -Hamburg – Hamburgs Schulsenator Ties Rabe, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst und Bremens Schulsenatorin Claudia Bogedan haben sich am Freitag auf Einladung von Ties Rabe im Gästehaus des Hamburger Senats zu einem Meinungsaustausch getroffen. Die norddeutschen Bildungsminister befassten sich unter anderem mit Fragen zum Digitalen Lernen an Schulen, der Weiterentwicklung der Ganztagsangebote und der Qualitätsverbesserung des Unterrichts.

Zwischen den Ministern besteht Einigkeit darüber, dass das Lernen mit digitalen Medien wie Computer und Laptop im Schulunterricht energisch ausgebaut werden muss. Damit verknüpfen die Minister gleich zwei Ziele: Einerseits soll der Unterricht durch die Verwendung von digitalen Medien passgenauer auf die unterschiedlichen Lernansprüche der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet werden und das Lernen in der Schule erfolgreicher machen. Andererseits geht es auch darum, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf die Anforderungen der modernen Berufs- und Bildungswelt nach der Schule vorzubereiten.

Studien zeigen, dass gerade Schülerinnen und Schüler in der Schule zu wenig an digitale Techniken herangeführt werden und nach der Schulzeit nur mangelhaft auf die Anforderungen der Berufswelt vorberietet sind. Gemeinsam wollen die Bildungsminister in der Kultusministerkonferenz darauf dringen, die auf Anregung von Senator Rabe entwickelte Strategie zur digitalen Bildung noch in diesem Jahr zu beschließen.

Die mit rund 82 Prozent sehr hohe Anmeldequote an den Hamburger Ganztagsschulen was Anlass, das Thema „Weiterentwicklung der Ganztagsschulen“ ausführlicher zu thematisieren. Die Minister waren sich darüber einig, dass der Ausbau der Ganztagsschulen in Norddeutschland – aber auch bundesweit – ein wichtiges Ziel der Schulpolitik ist. Die Veränderungen in Familie und Beruf erfordern einen stetigen Ausbau von Ganztagsschulen. In diesem Zusammenhang kommt es auch darauf an, die zusätzliche Zeit klug zu nutzen, um Schritt für Schritt auch den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler zu verbessern.

Die drei norddeutschen Bildungsminister stimmen auch darin überein, die Qualitätsentwicklung des Unterrichts als einen der wichtigsten Bausteine einer guten Schulpolitik weiter voranzubringen. In diesem Zusammenhang bekräftigten die Ministerinnen und Minister noch einmal den von der Kultusministerkonferenz eingeschlagenen Weg, den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler durch nationale Lernstandserhebungen regelmäßig zu überprüfen. Für die Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht sei es unverzichtbar, die Ergebnisse des Unterrichts regelmäßig zu überprüfen.

Das Treffen in Hamburg war das zweite Treffen seiner Art. Die norddeutschen Bildungsminister treffen sich regelmäßig zum Meinungsaustausch.

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Text: Behörde für Schule und Berufsbildung – Hamburg

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