Kaiserslautern – Zensus 2022: Erhebungsstelle eingerichtet

Oberbürgermeister Klaus Weichel verpflichtet Giulia Möckel als Leiterin.

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OB Weichel im Gespräch mit der neuen Leiterin der Zensusstelle, Giulia Möckel (Mitte), und Tara Koch, die in den vergangenen Wochen bereits mit der Vorbereitung der Gebäudezählung befasst war.
Foto: Stadt Kaiserslautern

Kaiserslautern – Die Vorbereitungen für den am 15. Mai beginnenden Zensus 2022 nehmen Fahrt auf. Zum 1. September wurde im Rathaus Nord die eigens vorgesehene Erhebungsstelle eingerichtet. Deren Leitung hat ab sofort Giulia Möckel inne, die heute von Oberbürgermeister Klaus Weichel offiziell verpflichtet wurde. In den nächsten Monaten wird das Team nach und nach verstärkt. Der Rathauschef sprach von einer verantwortungsvollen Aufgabe, für die er viel Erfolg wünschte. Er bot an, sich bei Problemen jederzeit an ihn wenden zu können.

Im Rahmen des Zensus werden die aktuellen Bevölkerungszahlen erfasst, ebenso Daten zur Demografie, das heißt Alter, Geschlecht oder zum Beispiel Staatsbürgerschaft der Einwohnerinnen und Einwohner. Dies geschieht hauptsächlich über bereits bestehende Verwaltungsregister, worin auch der Unterschied liegt zu einer traditionellen Volkszählung, bei der alle Bürgerinnen und Bürger direkt befragt werden. Um die Qualität der Datenbasis zu verbessern, wird jedoch in einer Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis ein Teil der Bevölkerung zusätzlich direkt befragt. Wegen der hohen Bewohner-Fluktuation wird ferner in Wohnheimen, also etwa in Studenten- oder Seniorenwohnheimen, eine Vollbefragung durchgeführt.

Die stichprobenbasierte Befragung der Bevölkerung sowie die Vollbefragung der Wohnheime werden zu den Hauptaufgaben der neuen Erhebungsstelle zählen. Bis zum 1. November soll durch Bund und Länder der Umfang der Stichproben in den einzelnen Kommunen festgelegt sein, dann beginnt die Akquise und Schulung der sogenannten Erhebungsbeauftragten. In Kaiserslautern werden das – je nach Umfang der Stichprobe – voraussichtlich etwa 90 bis 100 ehrenamtlich tätige Personen sein. Sie betreuen die festgelegten Erhebungsbezirke und besuchen die in der Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürger und erfassen vor Ort die Daten mit einem Fragebogen.

Der zweite Baustein des Zensus ist eine Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ), im Rahmen derer alle privaten Eigentümer von Wohnungen oder Gebäuden mit Wohnraum befragt werden, ebenso gewerblich tätige Mehrfacheigentümer und Verwalter, sowie sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte von Gebäuden oder Wohnungen. Die GWZ erfolgt über die statistischen Landesämter, die Stadtverwaltung ist nur unterstützend tätig. So ist zur Vorbereitung der Zählung bereits eine Mitarbeiterin der Verwaltung damit befasst, die Existenz bestimmter Anschriften im Rahmen von Begehungen zu überprüfen. Die Ergebnisse werden dem federführenden Statistischen Landesamt übermittelt.

Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfinden soll. Er war ursprünglich für 2021 geplant, wurde durch den Bundesgesetzgeber aufgrund der Corona-Pandemie aber um ein Jahr verschoben. Nach dem zuletzt zum 3. Dezember 2020 geänderten Zensusgesetz 2022 (ZensG 2022) ist der neue Zensusstichtag und damit Erhebungsbeginn der 15. Mai 2022. Für die Datenerfassung sind zwölf Wochen veranschlagt, wegen des hohen Nachbearbeitungsaufwands wird die Erhebungsstelle aber bis Juni 2023 im Dienst bleiben.

https://www.zensus2022.de

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