Nienburg – Großeinsatz der Rettungskräfte an der Leintorschule: Mehrere Kinder durch Reizgas verletzt

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - Polizei-News - Niedersachsen - Nienburg (NI) – (hei). Zu Beginn der großen Pause hatte eine als Scherz gedachte Aktion den Einsatz mehrerer Notärzte, Rettungswagen und der Polizei an der Leintorschule zur Folge.

Ein 13-jähriger Schüler wollte „schlechte Luft“ im Klassenraum durch den Einsatz von Deo-Spray verbessern. Offenbar handelt es sich hierbei um einen „Running-Gag“, der regelmäßig stattfindet. Der Junge griff in die Schultasche einer 12-jährigen Klassenkameradin, erwischte hierbei irrtümlich eine Reizstoffsprühdose und versprühte das Reizgas im Klassenraum.

Insgesamt kamen dadurch ca. 50 Kinder im Alter von 11-13 Jahren mit dem Sprühnebel in Kontakt und klagten über Reizungen der Augen und Schleimhäute. Die Rettungsleitstelle löste aufgrund der Vielzahl von Betroffenen den sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ aus und alarmierte unter anderem mehrere Notarztfahrzeuge, Rettungswagen und den leitenden Notarzt.

Durch Spülung der Augen konnten alle Kinder vor Ort behandelt und anschließend den Eltern übergeben werden. Das Reizstoffspray führte die genannte Klassenkameradin nach Angaben der Eltern mit, um sich selbst zu schützen. Die Ereignisse ziehen nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz nach sich. Hinweise auf eine vorsätzliche Nutzung des Reizstoffes liegen nicht vor.

Aus Sicht der Polizei haben weder Reizstoffsprays noch andere gefährliche Gegenstände oder Waffen etwas in einer Schule zu suchen.

In den kommenden Wochen wird der Vorfall auch durch das Präventionsteam der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg unter Einbeziehung von Schulleitung und Lehrpersonal aufgearbeitet.

Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg

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