Der Beirat sieht ein erhebliches Konfliktpotenzial bei Bewohnern von Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen, in denen statt einzelner Tonnen Container bereit gestellt sind: „Gerade in Trier gibt es – im Gegensatz zu den Landkreisen – eine sehr große Zahl solcher Anlagen. Insbesondere bei den Genossenschaften und bei anderen Wohnbaugesellschaften leben sehr viele Senioren. Ihnen ist es praktisch nicht möglich, auf den Entleerungsrhythmus Einfluss zu nehmen.“ Eine Lösung liege derzeit nicht vor. Nach Aussage der Wohnbauwirtschaft und dem Kenntnisstand des Beirates sei zudem noch nicht bekannt, wie hoch die Gebühren im Detail sein sollen, betont der Beirat in seinem Brief und ergänzt: „Gerade im Hinblick auf die zahlreichen (Senioren-)Haushalte in den Anlagen sind noch sehr viele Fragen zu klären, wie zum Beispiel Wie kann die Müllmenge reduziert werden? Wie ist eine Zuordnung zum einzelnen Haushalt möglich?
Außerdem seien Haushalte von älteren Menschen oder Personen mit körperlicher Einschränkung, die nicht in Wohnanlagen leben, oft auf den Hol- und Bringdienst angewiesen. Der Beirat ergänzt: „Wenn dieser künftig in Anspruch genommen werden muss, erhöhen sich die Gebühren erheblich: Dieser Service ist nur in Verbindung mit einer 14-tägigen Leerung möglich, selbst wenn die Müllmenge minimiert wird.
Daneben werden auch die Gebühr für den Hol- und Bringdienst und für 13 zusätzliche Leerungen im Jahr berechnet. Somit trifft diese, von der A.R.T. vorgesehene teuerste Variante überwiegend Senioren und körperlich eingeschränkte Menschen. Aus Sicht des Seniorenbeirats, der immerhin 25 Prozent der Stadtbevölkerung repräsentiert, ist diese Kombination zu überdenken.“ Der Beirat erwartet nach eigener Aussage klare Antworten auf seine „berechtigten Fragen und Anmerkungen zu der geplanten Erhöhung der Müllgebühren und den damit verbundenen Auswirkungen für den Einzelnen.“
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Presseamt Trier