Mittelrhein-Tageblatt - Soziales und Leben -Kiel (SH) – Altersarmut: Seit Mitte 2015 trifft sich auf Initiative der SPD-Ratsfraktion ein „Runder Tisch gegen Altersarmut“, an welchem sich Vertreterinnen und Vertreter der Kieler Wohlfahrtsverbände, verschiedener Gewerkschaftsgliederungen, der Howe-Fiedler-Stiftung, der Stadtmission Mensch, des Amtes für Soziale Dienste sowie des Gesundheitsamtes, des Beirats für Seniorinnen und Senioren, mehrerer Ratsfraktionen und Parteien und viele mehr beteiligt haben.

Am Runden Tisch gegen Altersarmut wurden in mehreren Treffen verschiedene Fragen rund um die individuelle Beratung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Quartiersentwicklung diskutiert und konkrete Ideen formuliert. Es bestand Konsens, dass das Thema Altersarmut strukturiert weiterdiskutiert werden muss und der Runde Tisch in eine professionelle, parteiunabhängige Organisationsform überführt werden soll.

Daher wurden von den verschiedenen beteiligten Organisationen ein gemeinsames Leitziel und daraus abgeleitete Teilziele entwickelt. In der Diskussion verfestigte sich die Idee eines „Kieler Bündnisses gegen Altersarmut“, für das eine Koordinierungsstelle eingerichtet werden sollte. Die Arbeit des Bündnisses soll sich einfügen in andere Angebote wie die Offene Arbeit für Seniorinnen und Senioren oder die Anlaufstellen Nachbarschaften.

In einem ersten Schritt zur Gründung eines „Bündnisses gegen Altersarmut“ hat die Ratsversammlung den Oberbürgermeister beauftragt, einen „Letter of Intent“ zu unterschreiben, der die Möglichkeit bietet, sich um Fördermittel zu bewerben und bei den Teilnehmerinnen- und Teilnehmer-Organisationen des Runden Tisches für eine Mitgliedschaft in dem Bündnis zu werben.

Wir haben auch beschlossen, dass sich die Landeshauptstadt Kiel an der Anschubfinanzierung innerhalb der ersten drei Jahre mit bis zu 50.000 Euro beteiligen darf, sofern das Bündnis mit anderen Kieler Institutionen zustande kommt und keine andere Finanzierung möglich ist. Wir bedanken uns bei allen, die in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit uns darüber diskutiert haben, wie die Kommune Menschen unterstützen kann, die im Alter in Armut leben, und hoffen auf weitere Unterstützung bei diesem wichtigen Thema.

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Urheber: Benjamin Raschke
Sprecher für Seniorinnen und Senioren – SPD

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